M.V.FineCars – Matthias Volprich GmbH: Warum Handwerk wichtiger ist als Show

M.V.FineCars - Matthias Volprich GmbH: Warum Handwerk wichtiger ist als Show

Görlitz. Der Gebrauchtwagenmarkt hat sich in den letzten Jahrzehnten radikal gewandelt. Wo früher der Handschlag auf dem Platz reichte, dominieren heute Online-Portale und komplexe Technik. In Görlitz gibt es eine Konstante, die diesen Wandel nicht nur begleitet, sondern aktiv gestaltet hat: Matthias Volprich. Seit fast 30 Jahren ist er im Geschäft. Wir sprachen mit dem Geschäftsführer der M.V.FineCars – Matthias Volprich GmbH über die Unterschiede zwischen „Hinterhofhändlern“ und Mobilitätsdienstleistern, die Bedeutung einer eigenen Werkstatt und warum er trotz digitaler Reichweite am liebsten Autos in der Region verkauft.

Redaktion: Herr Volprich, wenn man heute durch Görlitz fährt, sieht man viele Autohändler kommen und gehen. Sie sind seit 1996 am Markt. Was ist Ihr Rezept für diese Beständigkeit?

Matthias Volprich: Es ist eigentlich ganz einfach: Man darf kein Glücksritter sein. Ich habe 1996 in der Branche angefangen, damals noch in anderen Konstellationen und Partnerschaften. Der wirkliche Startschuss für das, was wir heute sind, fiel 2004, als ich den Schritt in die unternehmerische Alleinverantwortung gewagt habe. Seit 2015 firmieren wir als GmbH. Wenn man fast 30 Jahre in diesem Geschäft ist, dann wissen die Leute, dass man morgen nicht einfach verschwunden ist. Es geht am Ende um Erfahrung und darum, dass die Qualität und der Service passen müssen. Das ist das Fundament.

Redaktion: Der Begriff „Gebrauchtwagenhändler“ hat oft einen etwas angestaubten Ruf. Sie distanzieren sich bewusst von dem Klischee des „Hinterhofhändlers“. Was machen Sie anders?

Matthias Volprich: Schauen Sie, es gibt die typischen Klischees, und es gibt professionelle Autohäuser. Wir wollen nicht mit den „üblichen Verdächtigen“ in einen Topf geworfen werden, die Autos einfach nur durchreichen. Unser Anspruch ist ein ganz anderer. Wir sind ein Unternehmen mit einer festen Struktur. Wir haben allein sechs Mitarbeiter in der Werkstatt, dazu zwei fest angestellte Aufbereiter und ein Verkaufsteam, das aus mir und zwei weiteren Kollegen besteht. Das ist eine Personaldecke, die man sich leisten können und wollen muss. Aber nur so können wir sicherstellen, dass das Auto, das der Kunde kauft, auch technisch einwandfrei ist.

Redaktion: Sie sprechen die Werkstatt an. Viele freie Händler sparen sich diesen Kostenfaktor. Warum ist Ihnen diese eigene technische Abteilung so wichtig?

Matthias Volprich: Weil der Kunde heute Sicherheit sucht. Wir bieten ein „Full Service Paket“ an. Das heißt, wenn jemand bei uns ein Auto kauft, dann lassen wir ihn danach nicht allein. Ob Reifenwechsel, Bremsen oder Inspektionen – wir kümmern uns darum. Das schafft Vertrauen. Ein Auto zu verkaufen ist der erste Schritt, aber den Kunden mobil zu halten, ist die eigentliche Aufgabe. Das unterscheidet uns massiv von reinen Online-Vermittlern oder Händlern, die keine eigene Hebebühne haben.

„Qualität und Service sind für uns keine leeren Marketinghülsen. Wenn ein Kunde ein Auto bei uns kauft, kauft er das Versprechen, dass wir uns kümmern.“ – Matthias Volprich

Redaktion: Lassen Sie uns über die Fahrzeuge sprechen. Haben Sie sich auf bestimmte Marken spezialisiert?

Matthias Volprich: Nein, und das ist auch gut so. Wir verkaufen Fahrzeuge von allen Herstellern. Das gibt uns die Freiheit, den Kunden objektiv zu beraten. Unser Kernsegment liegt dabei im Bereich bis etwa 20.000 Euro. Das sind die Autos, die hier in der Region gebraucht werden – zuverlässige Fahrzeuge für den Alltag. Aber wir bedienen auch das Premiumsegment. Wenn jemand einen speziellen Wunsch hat, etwa einen SUV oder eine Limousine für 50.000 oder 60.000 Euro, dann realisieren wir das natürlich auch, oft auch auf Bestellung. Wir sind da flexibel.

Redaktion: Durch das Internet ist der Markt gläsern geworden. Sie erhalten sicher auch Anfragen aus ganz Deutschland. Wie gehen Sie damit um?

Matthias Volprich: Natürlich, über Portale wie Mobile kommen Anfragen von überall her, neulich hatten wir sogar einen Kunden aus Solingen. Aber man muss da realistisch bleiben. Ich bin ehrlich gesagt kein großer Fan davon, Autos quer durch die Republik zu verkaufen, wenn die Distanz zu groß wird.

Redaktion: Warum diese Zurückhaltung? Andere Händler freuen sich über jeden Verkauf.

Matthias Volprich: Es geht um die Verantwortung im Gewährleistungsfall. Bei einem Gebrauchtwagen kann immer mal eine Kleinigkeit sein. Wenn der Kunde hier aus Görlitz, Kodersdorf oder Markersdorf kommt, also aus einem Umkreis von vielleicht 100 Kilometern, dann kommt er kurz vorbei. Wir schauen uns das an, tauschen vielleicht ein Teil für 30 Euro, und die Sache ist erledigt. Wenn der Kunde aber 500 Kilometer weit weg sitzt, wird aus einer Mücke ein Elefant, weil der logistische Aufwand riesig ist. Deshalb liegt unser Fokus ganz klar auf Ostsachsen und dem Speckgürtel hier in der Region. Hier können wir unsere Stärken – den Service und die Nähe – voll ausspielen.

Redaktion: Sie erwähnten die digitale Suche. Merken Sie, dass sich das Verhalten der Kunden ändert?

Matthias Volprich: Absolut. Die Generation unserer Kinder fährt nicht mehr ziellos Autohäuser ab. Die sitzen auf dem Sofa oder liegen im Bett und suchen dort nach ihrem Auto. Darauf müssen wir uns einstellen. Wir müssen dort sichtbar sein, wo die Kunden suchen – sei es bei Mobile, Autoscout oder in Zukunft vielleicht direkt über KI-Suchmaschinen. Aber am Ende des Tages, und das ist mir wichtig, findet das Geschäft immer noch zwischen Menschen statt. Der Kunde will wissen, bei wem er kauft. Und wenn er weiß: „Ich fahre zum Volprich, da passt die Qualität“, dann ist das mehr wert als jeder Algorithmus.

Redaktion: Abschließend gefragt: Was würden Sie jemandem sagen, der Sie noch nicht kennt? Wofür steht der Name M.V.FineCars?

Matthias Volprich: Qualität, Service und gute Beratung. Wir machen das seit fast 30 Jahren, wir haben eine gewachsene Struktur und wir sind auch morgen noch da. Wer ein vernünftiges Auto sucht und keine Lust auf Experimente hat, ist bei uns an der richtigen Adresse.

Redaktion: Herr Volprich, vielen Dank für das Gespräch.

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